M&A-Begriffe,
klar erklärt.
30 Fachbegriffe aus Unternehmensverkauf, Bewertung und Kaufvertrag. Kurz definiert, mit Beispiel und Praxistipp.
Bereinigtes EBITDA
Das bereinigte EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, korrigiert um einmalige, betriebsfremde und nicht marktübliche Effekte. Es zeigt die nachhaltige Ertragskraft und ist Basis für Multiplikatorbewertungen.
Mehr erfahren →Bieterverfahren
Ein Bieterverfahren ist ein strukturierter Verkaufsprozess, in dem mehrere Interessenten parallel und nach festen Fristen Angebote abgeben. Ziel ist Wettbewerb um Preis und Konditionen.
Mehr erfahren →Buy-and-Build
Buy-and-Build ist eine Wachstumsstrategie, bei der ein Investor ein Plattformunternehmen erwirbt und es durch den Zukauf weiterer, meist kleinerer Unternehmen (Add-ons) zu einer größeren Gruppe ausbaut.
Mehr erfahren →Cash-free / Debt-free
Cash-free / Debt-free ist eine Kaufpreisvereinbarung, bei der das Unternehmen so bewertet wird, als hätte es weder Finanzschulden noch überschüssige Liquidität. Vorhandene Schulden mindern, freie Kasse erhöht den Kaufpreis.
Mehr erfahren →Closing
Closing ist der Vollzug des Unternehmenskaufvertrags. Der Käufer zahlt den Kaufpreis, und das Eigentum am Unternehmen oder an den Anteilen geht auf ihn über.
Mehr erfahren →Closing Accounts
Closing Accounts sind ein Kaufpreismechanismus, bei dem der endgültige Kaufpreis anhand einer Bilanz zum Tag des Closing berechnet wird. Beim Signing wird nur ein vorläufiger Kaufpreis vereinbart.
Mehr erfahren →Enterprise Value
Der Enterprise Value ist der Wert des operativen Geschäfts eines Unternehmens, unabhängig davon, wie es finanziert ist. Er umfasst den Wert für Eigen- und Fremdkapitalgeber zusammen und ist die übliche Ausgangsgröße für Kaufpreisverhandlungen.
Mehr erfahren →Equity Value
Der Equity Value ist der Wert des Eigenkapitals eines Unternehmens, also der Betrag, den der Käufer im Share Deal für die Anteile zahlt. Er ergibt sich aus dem Enterprise Value abzüglich Nettofinanzverschuldung und weiterer Anpassungen.
Mehr erfahren →Leakage
Leakage ist jeder nicht erlaubte Wertabfluss aus dem verkauften Unternehmen an den Verkäufer oder ihm nahestehende Personen zwischen dem Stichtag der Locked Box und dem Closing.
Mehr erfahren →Locked Box
Locked Box ist ein Kaufpreismechanismus, bei dem der Kaufpreis auf Basis einer bereits geprüften Stichtagsbilanz endgültig festgelegt wird. Ab diesem Stichtag dürfen keine Werte mehr an den Verkäufer abfließen.
Mehr erfahren →Long List / Short List
Long List und Short List sind die Käuferlisten eines Verkaufsprozesses. Die Long List sammelt alle denkbaren Käufer, die Short List enthält die priorisierten Kandidaten, die tatsächlich angesprochen werden.
Mehr erfahren →Management-Buy-in (MBI)
Ein Management-Buy-in (MBI) ist der Kauf eines Unternehmens durch externe Manager, die bisher nicht im Unternehmen tätig waren und nach dem Erwerb selbst die Geschäftsführung übernehmen.
Mehr erfahren →Management-Buy-out (MBO)
Ein Management-Buy-out (MBO) ist der Kauf eines Unternehmens oder einer Mehrheit daran durch dessen bisherige Geschäftsführer oder leitende Angestellte, meist finanziert mit Eigenkapital, Bankdarlehen und Beiträgen des Verkäufers.
Mehr erfahren →NDA (Vertraulichkeitsvereinbarung)
Ein NDA ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung, mit der sich Kaufinteressenten verpflichten, Informationen über das Zielunternehmen geheim zu halten und nur zur Prüfung des Erwerbs zu nutzen. Es wird vor Herausgabe des Informationsmemorandums unterzeichnet.
Mehr erfahren →Net Working Capital
Das Net Working Capital ist das im laufenden Geschäft gebundene Kapital, vereinfacht Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen minus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im M&A dient es als Bezugsgröße für Kaufpreisanpassungen.
Mehr erfahren →Share Deal
Ein Share Deal ist ein Unternehmensverkauf, bei dem der Käufer die Geschäftsanteile oder Aktien der Gesellschaft erwirbt. Das Unternehmen bleibt als Rechtsträger mit allen Verträgen, Rechten und Pflichten unverändert bestehen.
Mehr erfahren →Signing
Signing ist die Unterzeichnung des Unternehmenskaufvertrags. Ab diesem Zeitpunkt sind Käufer und Verkäufer gebunden, auch wenn das Eigentum oft erst später beim Closing übergeht.
Mehr erfahren →Strategischer Käufer
Ein strategischer Käufer ist ein Unternehmen, das ein anderes Unternehmen erwirbt, um sein eigenes Geschäft zu stärken. Typische Ziele sind Marktanteil, Technologie, Kunden oder Regionen.
Mehr erfahren →Vendor Due Diligence
Eine Vendor Due Diligence ist eine vom Verkäufer beauftragte Prüfung des eigenen Unternehmens durch externe Berater, deren Bericht vor oder im Verkaufsprozess an Kaufinteressenten weitergegeben wird.
Mehr erfahren →Verkäuferdarlehen
Ein Verkäuferdarlehen ist ein Teil des Kaufpreises, den der Verkäufer dem Käufer stundet und der später mit Zinsen zurückgezahlt wird; es schließt Finanzierungslücken zwischen Eigenkapital und Bankkredit.
Mehr erfahren →W&I-Versicherung
Eine W&I-Versicherung ist eine Versicherung, die Schäden aus der Verletzung von Garantien und aus Steuerfreistellungen im Unternehmenskaufvertrag abdeckt, sodass der Käufer sich an den Versicherer statt an den Verkäufer wendet.
Mehr erfahren →Wettbewerbsverbot
Ein Wettbewerbsverbot ist die vertragliche Pflicht des Verkäufers, nach dem Unternehmensverkauf für eine bestimmte Zeit und in einem festgelegten Gebiet nicht mit dem verkauften Unternehmen in Wettbewerb zu treten.
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